Backpack in die Sowjetunion

Russland ist als Land für Backpack bisher nicht bekannt, warum eigentlich nicht? Das Land hat eine atemberaubende Natur und eine unendliche Weite, die geradezu einlädt sie per Rucksack zu erforschen…

Als ich den Artikel über Ostdeutsche Backpacker in Russland auf “eines Tages” gelesen hatte, kamen mir sogleich meine Wochen als Backpacker in Australien in den Sinn. Doch im Gegensatz zur heutigen Zeit war es damals nur über Umwegen möglich. Denn Einreisen dürften DDR-Bürger zwar, jedoch nur in Kolonne und mit festem Programm. Das es dennoch einige schafften auf eigene Faust das Reisenreich mit seinen Naturwundern zu bereisen lag in einem Schlupfloch der Bürokratie. 1968 wurde in der DDR ein Transivisum eingeführt, welches berechtige für 48 Stunden ein Land zu betreten.

Gedacht als Möglichkeit zur Einreise in die Urlaubsparadiese der DDR, Ungarn, Bulgarien und Rumänien über Freundesländer wie Polen oder eben die Sowjetunion. Der normale Weg über die Tschechoslowakei war durch den Prager Frühling unmöglich, es sei denn man war selbst mit Panzer unterwegs. Das Visum jedenfalls wurde auch nach der Niederschlagung nicht zurückgenommen und so nutzen zahlreiche Abendteurer die Möglichkeit “einzureisen”. Denn nicht selten machte die Polizei und der KGB jagt auf die “Touristen”.

Die zugehörige Ausstellung “Unbekannt durch Feindesland” startet am 18 Juni im Museum Lichtenberg in Berlin.


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